Honig

Honig – eine Spezialität

Honig bedeutet nicht gleich Honig. Es gibt ihn in vielen verschiedenen Sorten und Farben. Die Farbe hängt davon ab, von welcher Blüte (auch Trachtquelle genannt) die Bienen hauptsächlich Nektar genascht haben.

Geschmacksexplosion garantiert

Honig ist mehr als nur süß. Sein Genuss ist ein besonderes Geschmackserlebnis. Wie beim Wein, kann man durch den Verzehr von Honig den geschmacklichen Reichtum einer ganzen Gegend genießen. Bei ihm kann man auch nicht viel am Geschmack ändern. Er wird einfach,  wie die Natur es will. Deswegen sollte Honig den gleichen Feinschmeckerstatus bekommen, wie Wein.

Honigsortenvielfalt

Auch der Honig-Duft variiert: Mal duftet er blumig aromatisch und beim nächsten Mal ist er eher zitrusartig. Folglich ist auch der Geschmack nicht immer gleich. Imker entwickeln häufig schnell eine Lust darauf, unterschiedliche Honigsorten zu produzieren. Dafür wechseln sie den Standort der Bienen, um zum Beispiel den leckeren Löwenzahnhonig oder den herben Edelkastanienhonig zu ernten.

Sortenhonig

In Deutschland gibt es ganz unterschiedlichen Sorten-Honig: Typisch für Norddeutschland ist der Rapshonig. In Süddeutschland wird häufig der Waldhonig produziert. Den Lindenhonig erzeugen fleißige City-Bienen in unseren Städten. Als Sortenhonig darf der Imker seinen Honig nur bezeichnen, wenn mindestens 60% von der auf dem Etikett genannten Pflanze stammen.

Natürliches Antibiotikum

Gerade in Zeiten von Antibiotika-resistenten  Bakterien besinnt man sich auf Honig als natürliches Antibiotikum zurück. Diese antibakterielle und antimikrobielle Wirkung war unseren Ur-Großmüttern bestens bekannt, doch erst die Möglichkeiten der heutigen Forschung konnten die Verantwortlichen Inhaltsstoffe und zum Beispiel auch die wundheilende Wirkung von Honig auf unsere Haut entschlüsseln.

Von zäh- bis dünnflüssig

Ein verkanntes Qualitätsmerkmal ist, dass jeder nicht hitzegeschädigte Honig irgendwann eine feste Konsistenz erlangt und dickflüssig, cremig und dann fest wird. Wie schnell dieser Prozess einsetzt, hängt vom Verhältnis des enthaltenen Fruchtzuckers zum Traubenzucker ab. Edelkastanienhonig und Akazienhonig haben einen hohen Anteil an Fructose und bleiben deshalb lange flüssig. Einfrieren kann das Kristallisieren hemmen und die Fließfähigkeit erhalten. Werden die Pollen-Körner rausgefiltert, ist die Konsistenz ebenfalls dünn flüssiger und es dauert länger, bis der Honig fest wird. Das Filtern stellt allerdings eine Qualitätsminderung dar und ist zu kennzeichnen.

Grundsätzlich soll Honig naturbelassen den Endverbraucher erreichen. Was der Imker beim Honig schleudern darf und was nicht, regelt die Honigverordnung vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft,